Stammzellenspende

Was ist eine Stammzellenspende?

Die für einen Leukämiepatienten lebensnotwendigen blutbildenden Stammzellen befinden sich in den Hohlräumen der großen Knochen und können auf zwei verschiedene Arten gespendet werden. Die meistverwendete Methode, ist nicht wie im Volksmund bekannt, die Transplantation von Knochenmark sondern eine einer Dialyse-ähnlichen Methode, die periphere Blutstammzellspende.

Bei dieser Methode erhält der Spender einen Wirkstoff namens G-CSF, welcher die Blutstammzellen im Körper stimuliert. Dies ist ein Botenstoff, den der Körper bei Infektionen selbst ausschüttet, um eine verstärkte Zellneubildung anzuregen. Im Rahmen dieser 4 Tage dauernden Stimulierung tritt auch ein Teil der blutbildenden Stammzellen für kurze Zeit in das Blut über.
Der Spender wird am 5. Tag der Mobilisierung an einen Zellseparator (eine Zentrifuge, die das Blut in seine Bestandteile trennen kann) angeschlossen. So werden die Stammzellen aus dem peripheren Blut des Spenders abgesammelt. Dieser Vorgang dauert etwa 4-5 Stunden und wird ambulant durchgeführt.
In 70% aller angeforderten Spenden wählen die Transplanteure dieses Verfahren zur Blutstammzellgewinnung. Langzeitnachwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht belegt.

Die bei einer Stammzellenspende anfallenden Kosten sowie der Verdienstausfall des Spenders werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Von der Aufnahme bis zur Nachsorge nach der Spende werden alle Spender immer von demselben Team gründlich beraten und persönlich betreut.

Für weitere Informationen über die Stammzellenspende an sich, besuchen Sie bitte die Webseite unseres Partners der Stammzellenspenderdatei Süd mit Sitz in Ulm. Mehr erfahren »